Tierische und nichtmenschliche Perspektiven
Ein Symposium von Access to Dance in Kooperation mit side.kicks 2026
Tiere und animalische Figuren prägen seit Jahrhunderten die Geschichte des Tanzes. Im zeitgenössischen Tanz erhält die Auseinandersetzung mit tierischen und nichtmenschlichen Perspektiven jedoch eine neue Relevanz. Choreografische Arbeiten hinterfragen zunehmend die Grenzen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Körpern, erkunden tierische Formen der Wahrnehmung und Bewegung und entwerfen neue Beziehungen zwischen Körpern, Räumen und ihren Umwelten.
Das Symposium »Tiere, Animalitäten und nichtmenschliche Akteure im zeitgenössischen Tanz« bringt aktuelle und historische Perspektiven aus Tanzforschung, Philosophie, Kunst und choreografischer Praxis miteinander ins Gespräch. Im Zentrum stehen Fragen nach tierischen Verkörperungen, hybriden Körperbildern und Multispezies-Relationen: Wie „denkt“ Tanz in/mit Tieren? Wie manifestieren sich nichtmenschliche Körperlichkeiten, Klänge, Rhythmen und Gewichte? Wie entstehen animalische oder therianthropische Formen im choreografischen Prozess? Und welche ästhetischen, politischen und ethischen Fragen werden dabei berührt?
Mit Beiträgen von Miriam Althammer, Thomas Betz, Mariama Diagne, Esther Köhring, Tina Meß, Sofia Muñoz Carneiro, Martin Nachbar, Federico Rodríguez, Katja Schneider und Jessica Ullrich schafft das Symposium einen Raum für den Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung, künstlerischer Praxis und aktuellen Debatten um Ökologie, Posthumanismus und die Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebensformen.
Die Vorträge und Gespräche des Symposiums werden mit einem abendlichen Performanceprogramm verbunden. Arbeiten von Alexandra Rauh + Stephanie Felber, Isabella Oberländer, Quindell Orton und Colette Sadler greifen aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven Fragen nach Körperlichkeit, Animalität und nichtmenschlichen Relationen auf. Durch die Verbindung von Symposium und Festival entsteht ein Format, in dem wissenschaftliche und künstlerische Positionen miteinander in Dialog treten.
Begleitet wird das Symposium zudem von einer künstlerisch-wissenschaftlichen Intervention in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Grafocognición. Una gnoseología del dibujo der Fakultät für Bildende Künste der Universidad Complutense de Madrid. Ausgehend von Fotografien und Archivmaterialien der im Symposium und Festival behandelten Arbeiten untersucht die Gruppe die Beziehungen zwischen Zeichnung, Körperbewegung und choreografischer Praxis.
Das Symposium versteht sich damit als Begegnungsraum zwischen Wissenschaft und Kunst und fragt danach, wie eine Auseinandersetzung mit Tieren, Animalitäten und nichtmenschlichen Akteuren unsere Vorstellungen von Körper, Bewegung und menschlichen wie nichtmenschlichen Akteuren verändern kann.
Tiere, Animalitäten und nichtmenschliche Akteure im zeitgenössischen Tanz
Symposium von Access to Dance
in Kooperation mit Tanztendenz München e.V.
im Rahmen von side.kicks 2026
27.–28. November 2026 | schwere reiter, 80636 München, Dachauer Str. 114A |
Eintritt frei | Anmeldung (bis 24. 11.): accesstodance@email.de |
27. 11., 14:30–18 Uhr, 28. 11., 12–18 Uhr | Info zum Programm: www.tanztendenz.de
Performances im Rahmen von side.kicks:
Alexandra Rauh & Stephanie Felber: »How to build a monster?«, 26./27.11. | Quindell Orton: »Making of an Animal«, 27.11. | Isabella Oberländer: »of roaring and dripping«, 28.11. | Colette Sadler: »Learning From The Future, 28.11. | Info und Tickets: https://www.tanztendenz.de/de
Konzept, Projektleitung und Organisation: Ingrid Kalka, Sofia Muñoz Carneiro und Katja Schneider
Die künstlerisch-wissenschaftliche Intervention von Grafocognición wurde kuratiert von Inés Molina Navea und Sofia Muñoz Carneiro.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München im Rahmen von ACCESS TO DANCE. Ein Programm zur Förderung von zeitgenössischem Tanz, das von einem Zusammenschluss verschiedener Münchner Tanzorganisationen und Institutionen – der Tanzbasis e.V. – initiiert wird.
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