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Produktion und Präsentation ACCESS TO DANCE Saison 09/10 Foto © Herman Sorgeloos
Jonathan Burrows/Matteo Fargion „Cheap Lecture” & “A Not Very Subtle Representation of Resilience through Dance” (2009) 11. & 12. Mai 2010, Muffathalle, 20.30 Uhr Einführung jeweils 19.45 Uhr Cheap Lecture ist eine rhythmisch gesprochene Performance, die sich in ihrer Struktur an das Musikstück „Lecture on Nothing“ von John Cage anlehnt. In einem witzigen Redeschwall lassen sich Burrows und Fargion über leere Hände, das Publikum, die Parameter Zeit und Wiederholung sowie den Tanz aus und setzen so ihre in der „Trilogie“ begonnen Reflexionen über Kunst und Leben fort. Im zweiten Teil des Abends präsentieren sie mit „A Not Very Subtle Representation of Resilience through Dance” ihre humorvoll eigensinnigen Betrachtungen zum Thema Tanz und Sterblichkeit. Der Brite Jonathan Burrows (* 1960), startete seine Karriere als Solist beim Royal Ballet in London, gründete aber bald seine eigene Gruppe. Seit 2002 arbeitet er mit dem italienischen Musiker und Komponisten Matteo Fargion zusammen, mit dem er u.a. seine international gefeierte „Trilogy“ kreierte. Das Duo gehört heute zu den weltweit erfolgreichsten und gefragtesten Tanzperformern Großbritanniens. Ihren internationalen Ruf verdanken sie der bestechenden Intelligenz, dem Humor und der außergewöhnlichen Musikalität ihrer Stücke. Credits Von und mit: Jonathan Burrows und Matteo Fargion Management: Nigel Hinds 'Cheap Lecture' was commissioned by Cultureel Centrum Maasmechelen and Dans in Limburg and first performed at the Cultureel Centrum Maasmechelen. 'A Not Very Subtle Representation of Resilience through Dance' is co-produced by Kaaitheater, Brussels. Foto © Knut Klaßen
Gintersdorfer/Klaßen: „Othello, c’est qui“ 17. & 18. Juni 2010, i-camp, 20.30 Uhr Einführung jeweils 19.45 Uhr Die Figur des „Othello“ zählt in der westlichen Welt zu den berühmtesten Rollen eines Schwarzen. In Afrika kennt sie jedoch kaum einer. Der Othello ist eine europäische Angelegenheit, die wie ein Ritual funktioniert, in dem der/das Fremde immer wieder neu konstruiert wird. Mit eben diesem Phänomen beschäftigen sich der bildende Künstler Knut Klassen und die Regisseurin Monika Gintersdorfer in „Othello, c’est qui“. Zwei Darsteller winden sich durch ein Konglomerat verschiedener kultureller Perspektiven, konfrontieren sich erst mit alltäglichen trivialen Dingen, bevor die Handlung ihren unausweichlichen Verlauf nimmt und Konflikte wie Ehre und Gewalt heraufbeschwört. In einer Mischung aus Bewegungssequenzen und Diskussionen nähern sich die Performer dem Thema und weichen dabei die Grenzen zwischen Theater und Leben immer weiter auf. Monika Gintersdorfer, die den Münchnern von den Kammerspielen bekannt ist, und Knut Klassen arbeiten seit 2005 zusammen. Ihr Hauptinteresse liegt in Projekten, in denen die Lebensstrategien und Ausdrucksformen des multinationalen Teams im Zentrum stehen. Credits: Von Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen. Mit Cornelia Dörr, Franck Edmond Yao und Gästen. Eine Produktion von Gintersdorfer/Klaßen mit Kampnagel Hamburg. Gefördert aus Mitteln des Fonds Darstellende Künste e.V. und des Hamburgischen Kulturstiftung. Das Gastspiel wird gefördert aus Mitteln der Ilse und Dr. Horst Rusch- Foto © Anna van Kooij
Jérôme Bel: „Lutz Förster“ 13. & 14. Juli 2010, Muffathalle, 20.30 Uhr Einführung jeweils 19.45 Uhr In seiner Hommage an Lutz Förster widmet sich Jérôme Bel dem Verhältnis von Kunst und Leben. Gemeinsam mit dem Tänzer untersucht er die Wechselbeziehung von Rolle und Person auf der Bühne. Das Solo ist eine Anlehnung an ‚Véronique Doisneau‘ von 2004, in der die 41-jährige Balletttänzerin der Pariser Oper auf ihre Karriere zurückblickte. Nun wagt Lutz Förster eine Rückschau auf seine tänzerische Laufbahn und erinnert insbesondere an die langjährige Zusammenarbeit mit Pina Bausch. In zahlreichen Zitaten aus den choreographischen Werken der Tanztheater-Ikone lässt Förster 30 Jahre künstlerischen Schaffens Revue passieren. „…eine Lektion in Tanzgeschichte und gleichzeitig das sehr persönliche Porträt eines Tänzers. Es ist kein Diskurs, es ist einfach Theater. Mit Herz und Verstand.“ (Berliner Zeitung, Oktober 2009) Ausgebildet am Centre National de Danse Angers wurde Jérôme Bel mit eigenen Choreographien wie „The show must go on“ weltweit bekannt. Nach „Jérôme Bel“ (2002) und „Pichet Klunchun and myself“ (2006) ist der französische Künstler nun erneut in München zu Gast. Lutz Förster (*1953) war über drei Jahrzehnte Tänzer bei Pina Bausch in Wuppertal, arbeitete u. a. mit Susanne Linke und Robert Wilson zusammen und ist heute Professor für zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Hochschule Essen. Dauer: 60 Minuten Credits: Konzept: Jérôme Bel (2009) Von und mit: Lutz Förster In Zusammenarbeit mit: Bettina Masuch Produktionsmanager: Sandro Grando Dank an: Pina Bausch, Carla Maxwell – Limón Dance Company, Robert Wilson, Caetano Veloso Produktion: Springdance (Utrecht), R.B. Jérôme Bel (Paris) Koproduktion: Landshoff Entertainment (Hamburg) Weitere Infos: www.jeromebel.fr Tickets 12,50* Euro (normal), 7,50* Euro (ermäßigt), *zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühr, über MünchenTicket (VVK-Start Mitte Dezember 2009) Nach Verfügbarkeit an der Abendkasse: 16,- Euro (normal), 11,- Euro (ermäßigt) Weitere Infos: www.jochenroller.de Access to Dance belebt die Tanzszene in München und Bayern durch Wechselwirkungen zwischen dem lokalen Tanzschaffen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Hier werden internationale Produktionen präsentiert und produziert, Koproduktionen und Residenzen in Auftrag gegeben. Projekte zeitgenössischer Choreographinnen und Choreographen initiiert und realisiert. Begleitet werden sie von Workshops, Lectures, wissenschaftlichen Vorträgen und/oder Forschungsprojekten, Programmen wie „meet the artist“ oder direkten Interaktionen zwischen auswärtigen Künstlern und der lokalen wie regionalen Szene. Access to Dance entwickelt auch neue Modelle der Interaktion zwischen Produzenten und Künstlern im süddeutschen Raum. Die Vernetzung des Tanzes in Bayern und Baden-Württemberg wird die überregionale und internationale Wahrnehmung des Tanzes im Süden der Republik, die Produktions- und Distributionsbedingungen und damit langfristig die Qualität von Tanz in München und Bayern verbessern. Neben solchen Qualifizierungsstrategien der künstlerischen Produktion und Optimierung der Distribution schafft Access to Dance zahlreiche Qualifizierungsmaßnahmen durch Vermittlungs-, Trainings- und Reflexionsangebote für Publikum und Tanzinteressierte. Programmierung und Organisation: Joint Adventures in Zusammenarbeit mit dem Muffatwerk., Tanzbasis ACCESS TO DANCE ist eine Initiative der Tanzbasis e. V., gefördert durch den Tanzplan Deutschland - einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Kulturfonds Bayern. |
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