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München, 08.05.2010 Förderpreis Tanz 2010 für den Tänzer und Choreographen Ludger Lamers Offenheit des choreographischen Ansatzes und damit verbundene Intermedialität seiner Arbeitsweise
Ludger Lamers in "Le Sceptre et la Marotte" Die Jury, der Angela Dauber (Performance-Künstlerin), Dr. André Eiermann (Theater- und Tanzwissenschaftler), Robert Hofmann (i-camp/neues theater münchen), Ingrid Kalka (Geschäftsführerin der Tanztendenz), Claudia Senoner (Tänzerin und Choreographin, Preisträgerin 2008), Katja Werner (Tanzkritikerin) sowie aus dem Stadtrat Dr. Ingrid Anker (SPD), Thomas Niederbühl (Die Grünen/RL), Monika Renner (SPD), Ursula Sabathil (CSU) und Elisabeth Schmucker (CSU) angehörten, begründete ihre Entscheidung wie folgt: Jurybegründung: „In ihrer Sitzung am 15.04.2010 hat sich die Jury darauf geeinigt, für den Förderpreis Tanz 2010 den Tänzer und Choreographen Ludger Lamers vorzuschlagen. Grund dieser Entscheidung ist die Offenheit des choreographischen Ansatzes Lamers' und die damit verbundene Intermedialität seiner Arbeitsweise, die sich auf konzeptueller wie auf praktischer Ebene gleichermaßen zeigen und nicht nur seine eigenen Choreographien prägen, sondern auch dort ins Auge fallen, wo Lamers als Tänzer in Projekten anderer Künstler agiert. So finden Lamers' Arbeiten ihre Ausgangs- und Bezugspunkte beispielsweise in Bereichen wie denen der Architektur oder des Films, wie es in seiner zwischen 2007 und 2009 entstandenen Trilogie "Tokonoma" der Fall ist. Auch lotet er die Schnittfelder zwischen Tanz und Schauspiel aus, wie z.B. als Performer in der Produktion "Appropriation. Parasiten. Krapp's Last Tape" von Sebastian Blasius, die 2009 realisiert wurde. Generell zeigt sich in Lamers' Zusammenarbeit mit anderen Künstlern nicht allein eine bemerkenswerte Bereitschaft, sondern vielmehr auch ein besonderes Interesse, sich auf Fremdes einzulassen und auf diese Weise neue Felder für seine choreographischen Forschungen zu erschließen. Textorientierte Soloarbeiten gehören dabei ebenso zu diesen Forschungsfeldern wie workshop-basierte Installationen, die Auseinandersetzung mit und Befragung von Formen der Rekonstruktion und Repräsentation ebenso wie das Interesse an Körperarbeit und Spiritualität. Lamers' Arbeit zeugt somit von einer choreographischen und tänzerischen Neugierde, die den Körper in eine Gattungsgrenzen überschreitende und intermediale Bewegung versetzt – und Tanz auf diese Weise als Auseinandersetzung mit verschiedenen Darstellungsformen und Weltzugängen begreift, statt ihn auf eine spezifische Form bzw. Definition zu reduzieren.“ Die Informationen sind auch unter www.muenchen.de/kulturfoerderung unter „Preise“ ersichtlich sowie über die Pressestelle unter Telefon 233-26005 oder E-Mail presse.kulturreferat@muenchen.de erhältlich. http://www.i-camp-muenchen.de/files/fens...410&seite=2 http://www.i-camp-muenchen.de/files/fens...441&seite=2 Autor: Pressetext |